Feed auf
Postings
Kommentare

Eines der größten geschlossenen Gemüseanbaugebiete entstand.

Große Mengen Gemüse zu erzeugen, setzte hohe Leistungsfähigkeit, hohe Effektivität und Produktivität voraus. Nach Möglichkeit war dazu ein relativ geschlossenes Anbaugebiet für die Gemüseproduktion zu schaffen
Feingemüsearten, wie Blumenkohl, Salat und andere Gemüsearten,
verlangten eine hohe Zahl von Teilernten.  Daraus folgte, dass diese Kulturen mit hohem Transportaufwand von den Ernteflächen in die Vermarktungsstationen erzeugt werden mussten.
Sortierung, Verpackung, Palettisierung und marktfähige Auszeichnung verlangten nach der aufwendigen, manuellen Ernte besondere Voraussetzungen bei der Erzeugung großer Gemüsemengen
Aus der ökonomischen Situation großer Genossenschaften konnte geschlussfolgert werden, dass lange Transportwege einen gewichtigen Teil der Kosten und damit am Ende des Gewinns an den Rädern haften ließen

Der so gewonnenen  Erkenntnis konnte Rechnung getragen werden, indem ein relativ geschlossenes Anbaugebiet von den Orten Salbitz, über Hof, Stauchitz,  Staucha bis Dobernitz und Gleina entstand
Dass diese Vorstellungen nicht im Selbstlauf geschahen, kann im nach hinein nur der ermessen, der mit Engagement mithalf
Widerstände bildeten sich aus so genannter staatlicher Leitung
Zwei Bezirksleitungen maßten sich Rechte und Entwicklungskonzeptionen an.
Standort der GPG und späteren LPG auf  Territorien der Bezirke
Leipzig und Dresden  lässt erkennen, welche Probleme sich daraus für plan- wirtschaftliche Denkweisen ergaben.
Während der Produktionsphase wurden kurzfristige Planerfüllungsmeldungen von jedem Kreis verlangt, um der täglichen „Erfolgsmeldung” an die übergeordneten Organe und  in den Medien zu dienen
Der Verwaltungsaufwand dafür war immens
Ermüdende Aufzählungen von angeblichen „ Erfolgen ” waren die Folge
Wenn man abends vor dem Fernseher sich entspannen wollte, bekam man die tägliche Arbeit langatmig vorgesetzt. Nur Erfolge und Übererfüllungen der angeblichen Pläne wurden sichtbar. Wie war es wirklich?

In diesem Zusammenhang ist die bezirksübergreifende Situation erwähnenswert. Die GPG musste beispielsweise der Kooperativen Gemüseproduktion in Ostrau – Pulsitz mit 1,5 Mill Mark aus dem Investfonds helfen, um die Gemüsestation in Pulsitz zu errichten.
Um diese Mittel aus dem Invest – Fonds bereitzustellen, war eine Gemüseproduktion  der GPG von 5 Mill Mark der DDR bei einem Kostensatz von 70  erforderlich
Das Geld erhielt die GPG später zurück
Größte Hemmnisse entstanden der GPG aus der Leitung der Kooperativen Pflanzenproduktion und später aus der LPG Pflanzenproduktion Versucht wurde von dieser Seite, die ökonomische Entwicklung der gärtnerischen Produktion zu hemmen und die GPG möglichst in die eigene Einrichtung zu überführen.  Man erhoffte mit den gärtnerischen Gewinnen, die eigene labile Ökonomie zu stabilisieren
Austauschflächen zur Überwindung von Bodenerkrankungen zu überlassen, versuchte man zu verhindern
Mit dem Entwicklungstempo der GPG mitzuhalten, war der LPG Pflanzenproduktion nicht nur aus ideologischen Gründen unmöglich Leitungsstruktur und Organisation der Produktion zeigten Mängel, die hemmend wirkten.
Unterschiede, vor allem in der soziologischen Entwicklung, Vergütung,  Versorgung, bildeten Hemmnisse, die so genannter staatlicher Leitung ein Dorn im Auge war

Ziel zur Erzeugung  großer Gemüsemengen  musste es deshalb sein, Vermarktungsstationen zu errichten Einrichtungen zu schaffen, in denen es möglich war, Prozesse wie Warenannahme, Sortierung, Palettesierung, Verpackung, Lagerung, Versand,  Kühlung,  Leergutbereitstellung unter Dach auszuführen. Aus bereits beschriebenen Rantabilitätsgründen sollten  sie nach Möglichkeit zentral im Anbaugebiet errichtet werden.

Die Leitung der GPG setzt  Bau von 2 Vermarktungsstationen durch

Bei der Entscheidungsfindung wurde versucht, die Leitung der Gärtner dazu zu bewegen, e i n e riesige Station zu errichten
Der Gigantismus in den Hirnen von  Funktionären, die jedem Hirngespinst eines Zentralkomitee – der –  SED – Mitgliedes kritiklos folgten, war nicht zu übersehen
Daraus folgte zu diesem Zeitpunkt die Trennung von Pflanzen – und Tierproduktion in der Landwirtschaft
Sie wurde begründet mit Arbeitsteilung
Verkannt wurde dabei, dass die Landwirtschaft dadurch völlig entstellt, auseinander dividiert, eine Entwicklung nahm, die Fehlentwicklungen beinhalteten
Der Größenwahn auf diesem Gebiet gipfelte in der Bildung so genannter Agrar- Industrievereinigungen, in denen dann die Landwirtschaft zum Teil mehrerer Kreise vereinigt wurde
Derartige Riesenbetriebe überschaubar zu halten, war schier unmöglich
Bodenverbundenheit der Bauern ging verloren
Bulgarien praktizierte diese Landwirtschaftsentwicklung und entwickelte sich von einem Exportland zu einem Importland für landwirtschaftliche Erzeugnisse mit Mangelerscheinungen

Unbeirrt, allen Anfeindungen zum Trotz, ließ sich die gärtnerische Leitung von ihren Vorstellungen nicht abbringen
1973 begann deshalb die Errichtung der Vermarktungsstation in Hof mit zwei als Dreierkombination konzipierten Vermarktungshallen

In der Gleinaschen Vermarktungsstation war inzwischen die Entwicklung abgeschlossen. Um das erste Kühlhaus, dessen Bau andeutungsweise beschrieben wurde, waren Vermarktungshallen mit Kühlzellen gebaut worden. Ein einigermaßen brauchbares Funktionssystem, komplettiert mit einem Heizungs-, Küchen -, Wohn- und Verwaltungstrakt, gewährleistete den Gärtnern in diesem Bereich erfolgreiches Arbeiten

 

Kommentar abgeben

Du musst Dich anmelden um einen Kommentar abzugeben.