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Fleißige Arbeit zahlte sich aus

Guten Verdienstmöglichkeiten in „Sonnenschein „ ist es zu danken, dass dem größten Teil der in der Phase des Vorruhestandes und der Seniorenzeit sich befindenden älteren Mitglieder ein angemessenes Auskommen in der sozialen Marktwirtschaft gesichert ist
Auch den jüngeren Mitgliedern werden die relativ guten Verdienstmöglichkeiten aus der Tätigkeit in „Sonnenschein“ für die Altersversorgung gute Dienste leisten.

Schwieriger Weg zum „Wir“

In heftigen Auseinandersetzungen rang man im Vorstand, zum Vorsitzenden war Herr Karl Heinz Thomas gewählt worden, um jeden Fortschritt. Große Schwierigkeiten bereitete es, in gemeinsamen Dimensionen zu denken, noch schwieriger jedoch auch danach zu handeln. Zwischen den Arbeitsgruppen bildeten sich Rivalitäten heraus, die zu offenen Feindschaften auszubrechen drohten
Mäßigend musste auf den sich heranbildenden Produktionselan eingewirkt werden
Nach dem 2. Produktionsjahr, Ende 1961, konnte aus dem gebildeten gemeinsamen Fonds daran gedacht werden, in den einzelnen Arbeitsgruppen Verbesserungen der Arbeits – und Produktionsbedingungen vorzunehmen. Pflanzenanzucht Häuser und Arbeitsräume schufen Bedingungen, dass zunehmend ganzjährige Arbeit möglich wurde.
Der Saisoncharakter der gärtnerischen Arbeit ließ sich damit ablösen. Den betroffenen Saisonarbeitskräften somit ganzjährige Einkommensmöglichkeiten geschaffen zu haben, konnte als Fortschritt der Arbeits – und Lebens-
Bedingungen betrachtet werden

Zunahme der Belegschaft durch Antrag auf Mitgliedschaft

Bislang Saisonarbeitskräfte, stellten den Antrag auf Mitgliedschaft. Es bildete sich eine immer stärker werdende Belegschaft heraus.
In den dargestellten Tabellen kann diese Entwicklung verfolgt werden
Genossenschaftsmitgliedern billigte der Gesetzgeber Vergünstigungen zu
Zunehmend größeres Interesse an einer hohen Produktion gewährleistete, die Vergütungsmöglichkeiten zu verbessern
Zugleich gelang es, in Belegschaftsversammlungen, gemeinsamen Jahresabschlußfeiern und Ausflügen, eine zunehmend gedeihliche Gemeinschaft zusammen zu fügen
Unvergessene Erlebnisse bleiben eine gute Erinnerung an diese Zeit
In steigenden Produktionsergebnissen zeigte sich, dass so zu handeln sei

Anwachsen der Belegschaft zu einem mittelständischen Betrieb

Nachdem die Belegschaft fast 1000 Belegschaftsmitglieder, Senioren und Auszubildende in der 1985 vereinigten LPG zählte, konnten kaum noch geeignete Versammlungsorte gefunden werden, deren Kapazität ausgereicht hätte, um alle aufzunehmen.
Der Gemeinschaftssinn ging zunehmend verloren.
Mammut Feste zu organisieren, bereitete einen unangemessenen Aufwand Hin- und Rücktransport zu den Festlichkeiten verschlangen Unsummen
Jahrelange Vorschläge, die eigene Sporthalle dafür zu nutzen, wurde vom Vorsitzenden verhindert Er bangte um das Parkett in der Sporthalle, welches für seine teuren Sportambitionen notwendig war.
Vorstand und ökonomische Leitung konnten sich gegen diese nutzlose Verschwendung nicht durchsetzen und bis in die Nachwendezeit wurde den Mitgliedern zugemutet, dass für die Sporttreibenden, oftmals sind es nicht einmal Mitglieder der Genossenschaft, Mittel aufgewandt wurden, die anderswo sehr dringend notwendig waren.
Dargestellt werden soll mit dieser kaum von allen zu verstehender Bemerkung, dass es im Gegensatz zum vorherigen Abschnitt schwierig wurde, die große Belegschaft sinnvoll ökonomisch zu beherrschen. Das galt vor allem für die Verwendung der Mittel des Sozialfonds, die nicht unerschöpflich waren.

Die Mitglieder der Aufkaufstelle werden in die GPG integriert

1961 konnte die Aufkaufstelle für Gemüse, die von einem Handelsbetrieb für Obst und Gemüse betrieben wurde, mit der gärtnerischen Genossenschaft vereint werden. In einem Gebäude in der Lommatzscher Straße, in Herrn Fahrnis Siedlung, später kaufte Frau R dieses Haus von der Genossenschaft, wurden fortan Gemüseaufkauf und Buchhaltung für die Genossenschaft gemeinsam mit einer größeren Arbeitsgruppe ausgeführt.
Der Standort auf der jetzigen Lommatzscher Straße war nicht unumstritten
Allein die Tatsache, dass er sich beinahe auf der höchsten Stelle Stauchas befand, war für die Kleinerzeuger eine Herausforderung
Für die Gemüsehändler mit ihren zum Teil sehr großen Transportfahrzeugen bildeten die engen Zufahrtswege Verkehrsprobleme
Zunächst wurde diese Lösung, mangels anderer Möglichkeiten,hingenommen
Im Folgenden wird versucht darzustellen, dass auch dafür daran gearbeitet wurde,neue Wege zu beschreiten.

Fleißige Gärtnerinnen und Gärtner erhöhten die Produktion von Jahr zu Jahr. Außenstehenden blieb nicht verborgen, dass bei „Sonnenschein“,in gemeinsamer Arbeit, wirtschaftliche Erfolge erreichbar waren.

Erste Investitionen

1964/1965 konnte an die Errichtung eines Kühlhauses und einer Vermarktungshalle in der Nähe der Windmühle Dobernitz und an Bewässerungsmaßnahmen gedacht werden
Vom Eigentümer eines Grundstückes konnte das Land erworben werden.
Auf in die Genossenschaft eingebrachtem Land entstanden Küchen – Speiseraum – Verwaltungs- und Internatstrakt für Lehrlinge
Mit außerordentlich primitiven technischen Mitteln, einem Geräteträger, den der heutige Ortschronist Herr E gekonnt lenkte, mit Schaufel, gelang es, mühselig die Baugrube dafür auszuheben und mit dem Bau zu beginnen. Alle fassten mit an und schließlich konnten Kühlhaus und Lagerhalle in Betrieb genommen werden. Ein Baukran war für die junge GPG noch unerreichbar.
Ein erster Gabelstapler erleichterte die schwere Verladearbeit.An den Markttagen mussten zahlreiche Lastzüge mit dem erzeugten Gemüse in Gleina
beladen und Tausende Kisten entladen werden. Das geschah manuell.
Auf den viel zu geringen zur Verfügung stehenden Flächen war es in diesem Anfangsstadium der Vermarktungsstation ungemein schwierig, ohne Unfälle zu arbeiten.
Es kam deshalb vor, dass kleinere Blessuren nicht ausblieben

Mit Spaten, Schaufel und Spitzhacke wurde eine erste Bewässerungstrasse in tonhaltigem, lehmig, steinigen Boden von der entstehenden Vermarktungsstation in der Nähe der ehemaligen Windmühle nach Dobernitz gewühlt. Ohne Ausnahme hatten sich die damaligen Mitglieder an dieser Schinderei zu beteiligen, Frauen und Männer.
Die Ergiebigkeit des Brunnens im Grundstück Tausch, verbunden mit einem Wasserspeicher, aus dem Bewässerungswasser „geschöpft „ werden sollte, unterschätzten die Verantwortlichen.
Zur Speisewasserversorgung reichte der immense körperliche Aufwand schließlich doch.
„Ohne Wasser merkt euch das, wäre unsre Welt ein leeres Fass!” wurde den
Gemüsegärtnern erstmals eindringlich ins Bewusstsein gerückt.
Zur stabilen Gemüseerzeugung in jeder Witterungslage waren nun jährlich größere Aufwendungen erforderlich, um den riesigen Wasserbedarf zu decken.

Unter außerordentlich schwierigen Beschaffungsbedingungen fanden erste Traktoren Einsatz in der GPG.

Nach Fertigstellung der Vermarktungshallen, mit Kühlhaus, konnte die oben beschriebene schwierige Lage der Aufkaufstelle behoben werden.
Für den staatlichen Aufkaufbetrieb für Obst und Gemüse in Riesa wurde unter sich ständig bessernden Bedingungen von allen Gemüse- und Obsterzeugern aufgekauft.
Für einen Teil der zu dieser Zeit zahlreichen Kleinerzeuger für Gemüse ergab sich keine Verbesserung.Der Weg der Stauchaer Produzenten zur Aufkaufstelle wurde länger. Wählte man den Weg über den „ Böttcher-Berg ”, auch schwieriger. Verkehrstechnisch für Staucha bildete die neue Aufkaufstelle die beste Lösung.
Konnte damit doch die schwierige Verkehrslage in der engen Lommatzscher Strasse wesentlich verbessert werden.
Diese Entscheidung, so zu handeln, war vor allem dem Bedürfnis untergeordnet, für die Gemüseproduktionsabteilung in Gleina optimale Bedingungen zu schaffen.
Kühlhaus und Vermarktungshallen nahmen die steigenden Gemüsemengen auf.In ihnen konnten sie marktgerecht aufbereitet und zum Versand
bereitgestellt werden. Eine Ideallösung bildete jedoch vor allem die Blumenkohlsortierung nicht. Unter den viel zu großen Fallstufen litt die Qualität.
Von den Gärtnerinnen wurde der Blumenkohl auf den Ernteflächen oft unsanft auf das Ernteförderband abgelegt. Bis 20 m weit gelangte das Erntegut auf einen nebenherfahrenden Hänger. Die reichlich belassenen Blätter am Blumenkohl ergaben einen gewissen Schutz, Vor einer Einschüttluke wurde der Erntehänger angekippt und das Erntegut gelangte auf einen Annahmeförderer. Sortiererinnen hatten die Aufgabe, den Blumenkohl tgl-gerecht zu sortieren. Stufenweise übereinander angeordnete Förderer lieferten die Ware zu einem Endpunkt. Einpackerinnen legten in vorgeschriebenen Mengen in Kisten ab. Mit Gütekarten versehen und palettisiert stand der Blumenkohl versandbereit zur Verfügung.
Dieser Prozess hinterliess an der Versandware, die durch den empfindlichen Kopf anfällig war, Spuren.
Verluste mussten hingenommen werden. Reklamationen blieben nicht aus.Das Ansehen der Genossenschaft litt. An anderer Stelle wird dargestellt, dass nach Möglichkeiten gesucht wurde, um diese Mängel zu beheben.

Im errichteten Verwaltungs – und Sozialgebäude versorgte eine leistungsfähige Küche die in diesem Bereich tätige Belegschaft. mit einem kostenlosen Mittagessen und während der Pausen übernahm eine Kantine die Versorgung
Im Büroteil entstand eine leistungsfähige Verwaltungsarbeit. Erste Geräte der späteren EDV – Anlage begannen zu

 

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