Feed auf
Postings
Kommentare

Grundherrschaft Staucha

Grundherrschaft Staucha

Datierung: 1689 – 1855

Geschichte: Für Staucha, nordwestlich von Lommatzsch gelegen, wurde erstmals 1259 ein Herrensitz erwähnt. Im Jahr 1352 wurde der Ort als allodium ausgewiesen. Ein Rittersitz und Vorwerk sind für 1512 nachweisbar. Ein Rittergut wurde zuerst 1551 genannt. Im 18./19. Jahrhundert war der Ort in Nieder- und Oberstaucha geteilt. Deshalb existierten zeitweise auch zwei Rittergüter. Erst 1934 wurden die Ortsteile wieder zu einer Landgemeinde vereinigt. Die Grundherrschaft war amtssässig. Die Herrschaft übte Erbgerichtsbarkeit aus. Nachweislich gehörte Staucha 1378 zum castrum Meißen, Supanie Pulsitz. Seit 1547 lag es im Zuständigkeitsbereich des Erbamtes Meißen. Im Jahr 1843 wurde es als zum Amt Meißen gehörig ausgewiesen. Seit 1856 unterstand der Ort dem Gerichtsamt Lommatzsch und ab 1875 der Amtshauptmannschaft Meißen. Nach der Reformation war Nikol von Salhausen Herr auf Staucha. Bis ins 17. Jahrhundert blieb Staucha im Familienbesitz. Anschließend ging die Grundherrschaft in den Besitz der Familie von Nitzschwitz über. Dann gehörten die Güter über hundert Jahre der Familie von Hartitzsch. Um 1860 besaß die Rittergut ein Freiherr von Gruben. Weitere Angaben siehe 6. Herrschaften.

Bestandsinhalt: Gerichtsprotokolle.- Prozessakten.- Kirchensachen.- Grundangelegenheiten und Hypothekenangelegenheiten.- Kauf und Verkauf.

Findmittel: elektronisches Findmittel für 0,04 lfm 2006
Findkartei für Gesamtbestand o. D., Nachtrag 2006

Quelle: Hauptstaatsarchiv Dresden

Kommentar abgeben

Du musst Dich anmelden um einen Kommentar abzugeben.