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Initiativen des Pfarrers zur Erhaltung der “ Johannis Kirche “ zu Staucha
Mit bewundernswerter Zähigkeit und Ausdauer gelang es dem bis zum Jahr 1999 in Staucha wirkenden Pfarrer, Herrn S, mit seiner kleinen Christengemeinde, mit größtenteils Spendenmitteln, die Johannis Kirche zu Staucha, mit ihrem 63 m hohen, weit ins Land hinein sichtbarem Turm, äußerlich zu rekonstruieren Umgeben von zum größten Teil Antichristen, im günstigsten Falle Sympathisanten, muss dieser Leistung hohe Anerkennung, zu mindestens Bewunderung, gezollt werden
Nach der Wende standen ABM-Kräfte, Spenden der kleinen Christengemeinde und offensichtlich Kirchenmittel zur Verfügung, um auch innen notwendige Reparaturen und Umgestaltungen (Winterkirche) durchzuführen
Zur Ehrenrettung sei festgestellt, dass auch die Genossenschaften, wie „Sonnenschein“ mit etwa 100 TM der DDR und „Neuer Weg“,
mit beachtlichen Spendenmitteln und Baugruppenleistungen sich an der Erhaltung des Kulturdenkmals beteiligten
Auch der Parteisekretär von „Sonnenschein“ stimmte der Mittelbereitstellung zur Erhaltung des Bauwerkes zu
Für die antichristliche Politik zu dieser Zeit in der DDR, bleibt dieser Sachverhalt erwähnenswert
Durch ein Mitglied von “ Sonnenschein“, Herrn M Thomas, konnte die Jahre nicht mehr intakte Turmuhr rekonstruiert werden. Nach 4 Seiten verkündet sie mit weithin sichtbaren Zifferblättern und Glockenschlägen die Viertel – und vollen Stunden rund um die Uhr
Morgen- und Abendgeläut, das Geläut, als Aufforderung zum sonntäglichen Kirchgang, das Ehrengeläut für Verstorbene sowie zu Hochzeiten und Taufen, sind die anheimelnde Atmosphäre unseres Ortes Bemerkenswert ist die Feststellung, dass die Kirchen Uhr täglich von 0 bis 24 Uhr 396 mal schlägt, um die Uhrzeit den Stauchaern akustisch zu vermitteln
(Viertel Stunden Anzeige = 10 Schläge
24 Stunden = 240
12 x 2 Stundenschlage 156)
Zu Dorf Festen, an Markttagen, auf Antrag bei der Kirchenverwaltung sowie an Tagen der offenen Baudenkmale kann der Turm bestiegen werden. Durch Rekonstruktion der Aussichtsplattform ist es möglich, nach Westen, Norden und Osten weit ins Land hinein zu schauen. Der Blick aus der Vogelperspektive auf unser Dorf, auf den von der Wasserwirtschaft errichteten Stausee, weit ins Land hinein, ist erbaulich
Dem mutigen Franz Riedel ist zu danken, dass das vergoldete Christenkreuz wieder die Kirchturmspitze ziert und strahlend auch den Atheisten verkündet, dass das Christentum Jahrtausende überdauerte und weiter überdauern wird. Beim Turm- auf – und Abstieg kommt man an den Glocken und der Glöckner Wohnung vorbei. Die Wohnung war bis ins Zwanzigste Jahrhundert noch bewohnt. Für heutige Ansprüche unvorstellbar, wie diese Strapazen des Auf -und Abstiegs zu ertragen waren

Der letzte in der Kirchturmwohnung geborene Glöckner von Staucha soll Herr Franz Schwarze gewesen sein

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