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„An einem Sommermorgen da nimm den Wanderstab, da fallen alle Sorgen wie Nebel von dir ab!“ empfahl Theodor Fontane

Inspiration

Im Spätsommer 1999 ergab eine meiner Rätsellösungen obige Aufforderung.
Sie inspirierte mich, einige Gedanken aufzuschreiben.
Auf dem Wege zum Garten, auf dem der „Blumenstrauß“ gedeiht und jährlich schöner wachsen soll, hoffe ich Erinnerungen, Begebenheiten und Erlebnissen zu begegnen. Mit Änderungen, Ergänzungen und Korrekturen will ich versuchen, ständig daran zu arbeiten.
Nun ist 2007 fast ein Jahrzehnt vergangen seit Beginn meiner Aufzeichnungen .
Mit Mühe gelang es im Garten jährlich erneut den „Blumenstrauss“ zum Blühen zu bringen. Angriffe unter der Erde durch Wühlmäuse und überirdisch durch Unkräuter konnten einigermassen abgewehrt werden.
Erfreulich waren die Jahreszeiten, die uns einen Blumen- und Staudenflor bescherten.
Sonntags sassen wir im „Musikpavillon“ und spielten auf Mundharmonikas Volks- und unsere „Staucha-Lieder“.
Altersbedingt musste man sich eingestehen, dass körperliche Gebrechen zunehmend hinderten.
„You are my sunshine, my only sunshine. You make my happy if sky is gray“ Dieser englische Text fällt mir ein, wenn ich daran denke, dass wir 2007 die Liquidation unsere Genossenschaft beenden konnten.
Ergebnis war: Jedes Mitglied konnte sich noch über einen gewichtigen Vermögensanteil freuen.
Er gestattete es, dass ein Aufsitzrasenmäher mir die Arbeit im Garten zukünftig erleichtern wird. Zugleich soll er der gesamten Familie eine Gartenhilfe sein.

In den Neunzehnhundertneunundneunziger Augusttagen fühlte ich mich unterfordert.
Mangels Regen litt das Wachstum meiner Kulturen. Im „Colm – Berg- Schatten“, eingezwängt in zwei Energiefernleitungen, mieden uns in bestimmten Witterungssituationen die Regenwolken.
Seit „Siebenschläfer“ regnete es bis Anfang Oktober nicht mehr durchdringend. Halbmeter tief waren nur noch Spuren von Feuchtigkeit im Boden vorhanden.
Wenn im Wetterbericht von „Nachlassen der Regenfälle“ die Rede war, bekamen wir im Regenschatten des Colmberges, in dessen Leebereich, im günstigsten Falle einige Spritzer ab.
Damals überlegte ich, ob ich Herrn Kachelmann vorschlagen solle, dass für unere Gegend die Masseinheit für Regenmenge nicht Liter/qm, sondern Tropfen/Quadratmeter eingeführt werden könnte. Im Trockenjahr 2003 bestätigte sich das vorher Gesagte in dramatischer Weise.Nur unser Lommatzscher-Pflege-Lösslehm-Boden bewahrte uns vor Totalschäden. Ein Teil meiner Stauden und mehrjährigen Bodendecker erlitten beträchtliche Schäden. Das Ausmass wird man im Jahr 2004 erkennen.
Die natürliche Zufuhr von Feuchtigkeit beschäftigt mich deshalb, weil dort wo der Blumenstrauss wächst, nicht bewässert werden kann.
Immer öfter fällt einem in diesem trockenen Zusammenhang das wehmütige Lied:
„Am Tag als der Regen kam“ ein.
Lang ersehnt, heiß erfleht, durstige Felder und Wälder, sind darin erwähnt.
Allerdings aber auch: „Dann kamst du!“
Was immer das bedeuten mag?
Gartenarbeiten im Hausgarten ließen Freiräume zu. Zwiebeln, Porree, Kartoffeln, Gurken, Dill, Petersilie, Busch- und Stangenbohnen und Tomaten ernteten wir bereits.
Chinakohl und Rapunzel gediehen als Zweitfrüchte. Bewässerung aus eigenem Brunnen im Hausgarten nahm abends lediglich eine Stunde in Anspruch.
Wasser steht dafür aus der eigenen, mit einem Brunnenhäuschen überdachten, Brunnenanlage zur Verfügung. Die Grundwasservorräte in unserer Talaue sind offensichtlich unerschöpflich, so dass es an Brunnenwasser bisher nicht mangelte.
Aus dem Ortsnetz Wasser zu verbrauchen, verbietet sich bei den sehr hohen Wasserpreisen. Der eigene Brunnen macht’s dem Hobbygärtner im Hausgarten mit vertretbarem Aufwand möglich, Wasser zu „schöpfen“.
Also, eben ‚mal Zeit genug, sich mit etwas Anderem zu beschäftigen.
Nun müsste angenommen werden, dass Fontanes Aufforderung, mich in den Frühjahrs- und Sommermonaten vom Stuhl reißen würde.
Spazierstock in die Hand und ab in die schöne Umgebung unserer Heimat, am Nordwestrand der Lommatzscher – Pflege, ins Jahnatal oder in die nach Süden beginnende Hügellandschaft. Sie ist eine der fruchtbarsten Agrarlandschaften Ostdeutschlands und Deutschlands überhaupt.
Vom Frühjahr bis in den Herbst zieht’s mich in die Gärten. Deren drei bewirtschaftete ich noch, solange mir der Allmächtige die Gesundheit und Schaffenskraft dazu gewährt. Inzwischen setzt die angegriffene Gesundheit im Jahr 2003 und 2004 erhebliche Grenzen, so dass es Einschränkungen auch in der Gartenarbeit gibt

 

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