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Peine

Aus der Sage „Das Gasthaus zur Peine“ in Wilschwitz:
Im Mittelalter hatten die Feudalherren das Privileg der Gerichtsbarkeit. Es ist wahrscheinlich, dass die „Peine“ eine Stätte war, wo Gericht gehalten wurde. Die zum Tode Verurteilten kamen zum Scharfrichter auf den „Galgenberg“ zur Vollstreckung. Zur Haft Verurteilte mußten in die „Peine“ als Vollzugsanstalt. Es läßt sich davon ableiten, dass Bürger dort gepeinigt wurden oder ihnen große Pein widerfuhr, wenn sie mit dieser Stätte in Berührung kamen.
Als Rechtssprechung anderer Formen ist aus der „Peine“ ein Gasthaus mit Schank-, Brau- und Herbergsrecht entstanden. Von diesem wird folgendes erzählt:
Des Gastwirts Sohn war als Landsknecht gedungen, der nach vielen Jahren mit einem Freund und einem reich gefüllten Säckel mit Dukaten nach Hause zurück kehrte. Sie gaben sich den Eltern nicht gleich zu erkennen und diese sahen in ihrem Sohn nur einen Reisenden, der Quartier sucht. Während der „Fremde“ schlief durchwühlte die neugierige Wirtin sein Gepäck und entdeckte das Säckchen mit Dukaten. Voller Habgier und nach Rücksprache mit ihrem Mann, der bedenken hatte, nahm sie das Beil erschlug den Schlafenden und verscharrte ihn im Keller. Der Freund, der seine Eltern in der „Kleinen Mühle“ wiederfand, erkundigte sich am nächsten Tag nach dem Befinden seines Gefährten. Die Wirtin sagt ihm, der Gast sei abgereist, aber er sieht dessen Pferd noch im Stall stehen. Den Rest dieser grusligen Geschichte besingt ein Volkslied. Der Freund klagt die Wirtin an „Habt ihr ihm was zu leid getan, so habt Ihrs eurem Sohn getan. Der Mann sich an dem Baum erhang, das Weib wohl in den Brunnen sprang, die Schwester ging vor Schmerzen ein. Ist das nicht eine große Pein?“.

Die “ Peine “ in Dösitz
saniert und bewohnt
von der Fam. D. Walter.
Mai 2004

Gasthof Staucha

Ehemalige Gaststätte Staucha

danach Fa. Reisgen
heute privat bewohnt

Familie Weise zog am 15. Juni 1938 von Ibanitz nach Staucha.
1938- 1953   führte Fam. Weise die Gaststätte Staucha
1953- 1978  Fam. Alwin und Marianne Weimert
1978- 1989  Eberhard Weimert
1989                wurde die Gaststätte geschlossen
Quelle: Eberhard Weimert

Kirche

Die Stauchaer St. Johanneskirche wurde genannt nach dem Täufer Johannes und auf einem der ältesten Kirchenstandorte Sachsens von 1861 bis 1863 erbaut. Der Kirchenstandort ist im Zusammenhang mit dem  ehemaligen Kloster Staucha zu sehen. Staucha ist eine der Urpfarreien. Es ist die 3. evtl. sogar 4. Kirche auf diesem Standort, die Vorgängerin stand von 1530 bis 1858; diese wurde erbaut von 1517 bis 1530. 1856 wurde der Turm abgebrochen, da er Risse hatte. Der nun errichtete fast fertige Turm stürzte auf das Kirchenschiff, weil sich unter der Turmgründung ein bis dahin unbekannter Hohlraum befand. 1858 wurde die  gesamte Kirche abgerissen und erst 1861 konnte mit einem Ersatzbau begonnen werden. In dem Zeitraum, als Staucha keine Kirche hatte, wurden die Gottesdienste auf dem Schrotboden des Rittergutes gehalten. Die jetzige Kirche war 1863 fertig, allerdings verursachte 1869 ein Sturm große Schäden am Dach (Schiefer fand man bis Treben). Da man vermutlich die Sturmschäden nicht gleich beseitigte, entstand durch das eingedrungene Wasser der durch Pilze verursachte Schwamm. Darum war man 30 Jahre nach Fertigstellung der Kirche gezwungen zu renovieren. Von 1893 bis 1895 wurde unter dem Baumeister Quentin die Holzdecke und eine neue Bestuhlung eingebaut.

Architekt:        Prof. Arnold, Dresden (Schüler von Gottfried Semper)
Baustil:            Neugotik
Turmhöhe:      ca. 55 m, 176 Stufen
Sitzplätze:       ca. 900 (vor dem Einbau der Seitenräume)
Altarbilder:      Prof. Peschel, Dresden (Schüler von Ludwig Richter). L. Richter ist auf dem mittleren Altarbild (der weißhaarige Mann, ganz rechts) zu sehen. Auch Prof. Arnold, der Architekt der Kirche, ist auf dem Abendmahlsbild am linken Bildrand zu sehen.
Orgel:               Erbaut 1863 durch die Fa. Kohl, Leipzig, umgebaut im Jahre 1869 durch den Orgelbaumeister Keller aus Ostrau.
Glocken:          sind älter als die Kirche und zwar
– kleine Glocke:    gegossen 1559 in Freiberg.
– mittlere Glocke:  vor 1500 (vermutlich 1480) gegossen, allerdings ist nicht bekannt, wo sie gegossen wurde.
– große Glocke:     gegossen 1577 in Freiberg.
Alle drei Glocken wurden 1997 neu bejocht und haben dabei auch neue Läutemaschinen erhalten.
Turmuhr:  Gefertigt von C. F. Preußer & Sohn aus Saultitz, 1863. Repariert, überholt und umgebaut im Zeitraum 1986 /1987 von M. Thomas aus Stauchitz.
letzte gründliche Erneuerung:          von 1893 bis 1895.
Erneuerung:                      1986
Einbau von Gemeinderäumen, Küche, Winterkirche und WC: 1995/1996

Zur Kirchgemeinde Staucha gehören folgende Orte: Staucha, Stauchitz, Plotitz, Stößitz, Panitz, Dösitz, Wilschitz, Dobernitz, Gleina, Pöhsig, Treben, Ibanitz, Prositz, Altsattel und Steudten. Bis zur Umgemein- dung nach Lommatzsch gehörten Trogen, Arntitz, Wuhnitz, Marschütz und Weitschenhain zu unserer Kirchrchgemeinde.
Die Größe unserer Kirche läßt sich durch die der Anzahl der zu ihr gehörenden Orte und den guten Boden der Lommatzscher Pflege erklären.

Huthübel

Sagenumwoben ist der Huthübel in der Nähe von Staucha- Steudten, 2 km südlich von Staucha. Auf dem 218,8m hohen Hügel steht eine Linde und ein unbehauener mannshoher Stein, dessen Bedeutung und Herkunft aber noch nicht geklärt ist. Der Name „Huthübel“ wird verschieden gedeutet. Die einen Leiten ihn aus der Hutform der Erhebung ab, andere schlussfolgern nach der Lage des Hügels, dass er als militärischer Be-obachtungspunkt benutzt wurde.
Heinrich I. soll von hier die Belagerung und Er-oberung der daleminzischen Festung Ghana (Jahna) geleitet haben. Der Sieg über den slawischen Volksstamm führte 929 zur Gründung der Burg und Mark Meißen. Die Gefallenen dieser Kämpfe sollen auf dem Huthübel beigesetzt worden sein.
Eine Sage grauer Vorzeit berichtet:
Eine Riesin habe aus einem Schuh so viel Sand ausgeschüttet, dass der Hügel entstand. Der jetzt noch auftragende Stein war Anlass, der der überdimensionalen Dame doch Schmerzen bereitet haben. Dabei ist ihr ein großer Schatz in die Aufschüttung gefallen.
Derjenige der zu Reichtum gelangen will, dem sei gesagt:
Der Schatz noch vorhanden. Man sollte, zu  mitternächtlichen Stunde, in einer Vollmondnacht mit einem Wagen, gezogen von 8 schwarzen Ziegenböcken und ohne ein Wort zu sprechen, auf dem Huthübel erscheinen. Dann öffnet sich der Berg mit grausigem Getöse und der Schatz wird sichtbar. Glücklich kann sich der schätzen, der das glänzende Gold erblickt.

Gut Schumann

Ca. 1700 erbaut

bewirtschaftet mit ca. 42 Hektar
vor  1860                Fam. Striegler
1860 bis 1928
Fam. Ernst Schumann
Fam. Otto Schumann
1928 bis 1958
Fam. Arndt Schumann
1958 bis 1991
Fam. Gottfried Schumann

Gut Schumann heute,
bewirtschaftet seit 1991 von Fam. L. Schumann
150 Hektar
In Staucha- Ibanitz.

Mai 2004

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