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Selbstentwickeltes Hallenkonzept bewährt sich
Zwei Hallen in Hof hatten mit Aufnahmeöffnungen die Aufgabe, mit Annahmeförderern das Erntegut zu Sortier-, Verpackungs- und Palettesier Anlagen zu befördern. Grundsatz war, dass die Erntefahrzeuge das Halleninnere nur in Ausnahmefällen berühren, um den Verschmutzungsgrad gering zu halten und die Beladevorgänge für den Abtransport möglichst nicht zu behindern.
Die zweite Halle der Dreierkombination erhielt die Aufgabe, Leergut aufzunehmen, den Beladenvorgang, der das Gemüse in die Empfangs – Handelsbetriebe transportierenden Lkw, mit Flurfördertechnik zu ermöglichen
In der dritten Halle wurden 8 Leichtkühl – Zellen eingebaut. Sie hatten zu ermöglichen, dass bei zwischenzeitlichen Überangeboten, mit geringsten Verlusten gelagert werden konnte.
Damit gelang, die Versorgungskontinuität zu verbessern.
In den Wintermonaten gewährleisteten Kühllager ein Gemüseangebot bis in den März-April und Mai hinein.
Zugleich konnten damit ganzjährige Arbeitsmöglichkeiten für den größten Teil der Belegschaft geschaffen werden. Der Saisoncharakter der gärtnerischen Arbeit war damit abgeschafft.
Bewährt hat sich das konzeptionelle Herangehen nicht nur in der GPG „Sonnenschein“ Staucha.
5 Nachnutzer in der Republik nutzten die Grundidee der Vermarktungs – Hallen-Dreierkombination nach.

Mit Argusaugen verfolgten die Herrschenden die Entwicklung der GPG

Festgestellt werden muss, dass die staatliche Leitung die Initiative des Vorsitzenden der GPG in der Bautätigkeit nicht in jedem Falle unterstützte
Das vom Vorsitzenden forcierte Bautempo führte zu durchweg zu beanstandender Bauqualität. Oftmals musste nachgebessert und mit der Bauaufsicht ein harter Kampf um die Abnahme geführt werden. Die Benotung der Bauqualität fiel immer besorgniserregend aus. Dem ökonomischen Leiter blieb letztlich die Aufgabe, mit den staatlichen Stellen, der Bauaufsicht, nach einer noch annehmbaren Lösung zu suchen.
Mannigfaltige Schwierigkeiten konnten dank des Stehvermögens des Vorsitzenden gemeistert werden.
In den Jahren 1972 bis 1980 errichtete die Baugruppe der GPG zwei Sortier-Lager- und Kühlkomplexe, eine 3000 t fassende Kohllagerhalle, den Sozialtrakt mit der Verwaltung in Hof, die Werkstätten für die Dienstleistungsbereiche, den Tankstellen- und Pflege – Stützpunkt sowie für
Die Gewerke:
Bau,
Innenmechanisierung,
Elektrik-Elektronik,
Tischler,
Maler entsprechende Funktionsräume
Ein Lehrlingswohnheim mit Polytechnik Stützpunkt für Schülerausbildung und Sportkomplex mit Sporthalle, Sauna und Gaststätte entstanden.

Ein beachtlicher Hallenkomplex entstand somit an der F169 und gewährleistete zunehmend bessere gärtnerische Arbeits – und Vermarktungsbedingungen für die in diesem Bereich arbeitende Freilandgemüse Produktionsabteilung und die aus der GPG – Jahnatal hervorgegangene Treibgemüse – und Pflanzen Produktions – Abteilung in der Badstraße in Hof.
Abweichend von der DDR-Praxis erwarb „Sonnenschein“ vor oder während der Bauphase in Hof von einem Land – Einbringer durch notariellen Kauf den Grund und Boden. Damit war eine eigentümerrechtliche Grundlage geschaffen.
Zum Zeitpunkt des Kaufs wurde der Verkäufer des Bodens von seinen Berufskollegen beneidet. Er war einer der wenigen Grund- und Bodenbesitzer, die ihr Eigentum in Mark wandeln konnten.
Nach der Wende stellte sich der Bodenverkauf zu den DDR- Bedingungen von 0,30 Mark/qm als für den Verkäufer nachteilig heraus. Die bundesrepublikanischen Wertvorstellungen für Grund und Boden weichen von denen der DDR zu Gunsten der Eigentümer wesentlich ab.
Dass die Sonnenschein – Genossenschaft sich eine überschaubare aber von den Vorstellungen so genannter staatlicher Leitung abweichende Vorstellung über Bodeneigentum schuf, führte zu erheblichen konträren Situationen.
Mit der Justitiarin des Landwirtschaftsrates wurden Auseinandersetzungen geführt, die mit der Drohung endeten, die GPG „ Sonnenschein Staucha in ein Volkseigenes Gut umzuwandeln.
Bei Auseinandersetzungen litt die Tischplatte des Schreibtisches an dem die Justitiarin saß und ihre Tiraden von sich gab.
Dem Vorsitzenden und dem größten Teil der Leitung blieben diese Vorgänge
weitestgehend verborgen. Sie verstanden es, dem aus dem Wege zu gehen.

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