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Wie war ‚ s wirklich?
Es lohnt sich, bei der Suche nach der Wahrheit zu verweilen
Bei der Zwanzigjahr- Feier der GPG „Sonnenschein“ Staucha führte der Vorsitzende folgendes aus:
(Erstaunlich bei der Festveranstaltung war, dass von der so genannten staatlichen Leitung kein Vertreter teilnahm. Sie wurde von der Gärtnerischen Produktionsgenossenschaft im ehemaligen „Stern“ in Riesa abgehalten.
In großen Lettern prangte:
“ Die Kunst des Lebens ist es, nicht das zu tun, was man liebt, sondern das zu lieben, was man tut!“

Offensichtlich war die Losung, die in großen Lettern über der Bühne zu lesen war, nicht kommunistisch genug
Außerdem neidete man dem reaktionären, parteilosen Vorsitzenden
mit seinem „Nicht-SED-Klüngel“ die wirtschaftlichen Erfolge
Die Leitung der Genossenschaft ließ sich keinesfalls von diesem Gebaren der so genannten Staatlichen Leitung beeindrucken. Das Fernbleiben konnte im Gegenteil als „Auszeichnung“ für den richtigen Weg bewertet werden)

Der Vorsitzende führte aus:
„Werte Genossenschaftsgärtnerinnen und Gärtner, werte Gäste!

20 Jahre Gärtnerische Produktionsgenossenschaft „Sonnenschein“
Staucha, das sind 20 Jahre fleißige Arbeit für unsere Republik, das sind 20 Jahre Erzeugung von Gemüse im Freiland und unter Glas und Plasten
20 Jahre GPG, das sind 15 Jahre GPG Jahnatal Hof und 20 Jahre „Sonnenschein“ Staucha. Seit 1975 produzieren beide Genossenschaften unter der Bezeichnung „GPG“ Sonnenschein“ Staucha“
20 Jahre Gärtnerische Produktionsgenossenschaft sind zugleich ein Stück Geschichte des friedlichen Aufbaus unserer Republik und in den Orten, aus denen wir stammen oder in denen wir wohnen
Als vor 20 Jahren 16 Gärtnerinnen und Gärtner die GPG „Sonnenschein“ Staucha und 18 Gärtnerinnen und Gärtner die GPG Jahnatal Hof gründeten, war das ein zunächst unvorstellbares Wagnis. Ein Wagnis deshalb, weil der sehr komplizierte Weg vom „Ich“ zum „Wir“ beschritten werden musste
Wer wagt, gewinnt!
Dass dieses Wagnis erfolgreich bestanden wurde, beweist unser heutiges Beisammensein. Die Voraussetzungen, eine gemeinsame gärtnerische Produktion zu beginnen, waren 1960 sehr unterschiedlich In Staucha, Gleina und Dobernitz bestanden 4 Betriebe und in Hof 6 Betriebe, die sich entschlossen, gemeinsam zu produzieren
Die Namengebung GPG „Sonnenschein“ hatten wir der Sonne zu verdanken Bei der Gründungsversammlung auf dem Gemeindeamt wurde beraten, welchen Namen die GPG erhalten solle. Ein plötzlicher Sonnenstrahl im Zimmer führte zu dem Entschluss, die GPG „Sonnenschein“ zu nennen. Wir haben diesen Wink unseres energiespendenden Gestirns noch nicht bereuen müssen
Die Namensgebung der GPG „Jahnatal“ resultiert aus dem Territorium, eben aus dem Tal der Jahna
Das Flüsschen Jahna einmal besonders zu erwähnen, hat sie verdient, denn 1975 z.b. hat die ständige Wasserführung auch bei der extremen Trockenheit unsere Kulturen vor dem Vertrocknen gerettet
In der GPG Staucha arbeiteten 4 gärtnerische Betriebe zusammen, die vorwiegend Freilandgemüse erzeugten, mit geringen Pflanzen – Anzucht- Flächen von 2083 qm. In Hof dagegen waren in allen 6 Betrieben bereits Glasflächen vorhanden. In den folgenden Jahren konnte man an der ökonomischen Entwicklung erkennen, dass mit Eigenmitteln und mit Krediten die Vorzüge der sozialistischen Produktionsweise, sprich die Unterstützung unseres Staates, genutzt wurde, um die Produktionsmöglichkeiten zu verbessern
In Gleina und Hof entstanden Pflanzen – Anzucht – Flächen, die wir Gärtner zur Treibgemüse Produktion nach Jungpflanzen Anzucht nutzten In Staucha bestanden zunächst erhebliche Schwierigkeiten, Räume für damalige Verhältnissen entsprechende Verwaltung zu erhalten.. Die Räume der Erfassungsstelle des VEAB, (Volkseigener Erfassung und Aufkauf – Betrieb) des GHK (Großhandels Kontor) und der GHG (Großhandelsgesellschaft) wurden genutzt. Als Patenbuchhalter führte der Aufkaufstellen – Leiter und jetzige Hauptbuchhalter die Rechnungsführung und Statistik für die GPG „Sonnenschein“ Staucha
In Hof dagegen waren die räumlichen Verhältnisse günstiger. Im Wohnhaus Richter standen Räume zur Verfügung und unter Leitung des Kollegen Altmann funktionierte die Verwaltung
In einem ehemaligen Hühnerstall auf der jetzigen Schulstraße in Staucha, in einem Grundstück eines ehemaligen Gemüsehändlers, wurde die Verwaltungsarbeit der GPG und der Aufkauf – Stelle des VEAB durchgeführt
Bei wöchentlichen Vorstandssitzungen konnte nur 2 Kollegen auf Stühlen sitzen Mehr waren nicht vorhanden. Der Rest des Vorstands ließ sich auf Gemüsekisten nieder. Um jede einzelne Entscheidung wurde in stundenlanger Diskussion gerungen. Bis weit nach Mitternacht musste oftmals gekämpft werden, um für unser heutiges Verständnis, geringfügige Maßnahmen durchzusetzen
Als die Entscheidung zu treffen war, die Pferde abzuschaffen, nachdem wir den ersten Traktor zugewiesen erhalten hatten, war sie so schwierig zu lösen, dass es in der Folge zu Tätlichkeiten und schließlich zum Ausscheiden eines Mitbegründers der GPG kam. In Hof verlief diese Entwicklung nicht so dramatisch, da die ansässige Maschinen- Ausleihstation schon bald nach der Gründung technische Unterstützung geben konnte
Als bestell, – Pflege – und Erntetechnik waren in Staucha, Gleina und Dobernitz 7 Pferde, 6 Hackfräsen und 1 Dieselameise vorhanden. Damit wurden die 16 ha bestellt, gepflegt und die Ernte durchgeführt. Ein großer Teil des Gemüses musste zur Aufkaufstelle nach Staucha transportiert wird. Vor allem solche Gemüsearten, deren Absatz einer großen Streuung bedurfte
In Hof standen 6 Hackfräsen, 6 Holder Traktoren und eine Dieselameise zur Verfügung. Bald folgten 1 RS 09 und ein „Famulus“. Der 1 Traktor, von der staatlichen Leitung der GPG Staucha zugeordnet, war ein „Ferguson“. Er wurde gebraucht von der LPG Oppitzsch bezogen..
Dieser 1 Traktor der GPG Staucha wirkte revolutionierend. Zunächst einmal stellten so genannte Fachleute fest, dass es nun mit der gärtnerischen Produktion den Berg hinabginge. Der Boden würde festgefahren und es wäre absehbar, dass bald nichts mehr wüchse Am Stammtisch in der Kneipe war die Diskussion tiefgründiger, dort stellte man „sachkundig“ fest, die GPG könne den Traktor niemals auslasten
Ungeachtet dieser „fachlichen“ Ratschläge stellte sich sehr bald heraus, dass eben die gemeinsame genossenschaftliche Arbeit schon im 2 Jahr in der GPG Staucha, 1960 waren auf 16 ha 3395 t und 1961 auf 17,85 ha 6548t produziert worden; eine fast Verdopplung der Produktion brachte
Wir als Gärtner standen vor dem Phänomen, wie es möglich sei, dass sich diese frappierende Steigerung vollzog
Hatten wir doch als Privatgärtner alle Hebel in Bewegung gesetzt, um viel Gemüse zu produzieren
Die befriedigende genossenschaftliche Entwicklung verdeutlichte sehr sinnfällig, dass in gemeinsamer Produktion mehr und besser produziert werden konnte. Am eigenen Beispiel erlebten wir, viele Miesmacher stellten es immer in Abrede, dass man in einer Genossenschaft höhere Leistungen vollbringen konnten, als in einzelgärtnerischen Betrieben möglich war.
Jährlich erwarben wir bessere Kenntnisse, die genossenschaftliche Arbeit zu organisieren. Immer mehr drangen wir in die Probleme der soz. Betriebswirtschaft ein, so dass es uns zunehmend gelang, die Effektivität unserer Genossenschaften zu erhöhen Wenn wir in den Gründerjahren zunächst die Mechaniken der Probleme des wertmäßigen Reproduktionsprozesses und deren Gesetzmäßigkeit nur ahnten, so war es doch schon klar, dass mit Erfolg nur eine solche Genossenschaft zu bewirtschaften ist, wo mit konsequenter Leitungsverantwortung ein Kollektiv von Gleichgesinnten erzogen werden konnte.
„Wo man viel hineinsteckt, kann auch viel herauskommen“ war ein altes Sprichwort. Unsere erfahrenen Berufskollegen vermittelten uns diese Weisheit. Außerdem entspricht es dem gesunden Menschenverstand. In diesem Sinne handelnd, wurde vom ersten Jahr an einer hohen Investitionstätigkeit, den finanziellen Möglichkeiten entsprechend, große Beachtung geschenkt. Dabei beachteten wir, dass die billigste Investition der Erfahrungsaustausch ist. Fast jährlich wurden vom Vorstand Exkursionen durchgeführt, die jeweils verbunden waren mit Betriebsbesichtigungen. Gesammelte Erfahrungen konnten mit den eigenen Erkenntnissen verglichen und die erforderlichen Schlussfolgerungen gezogen werden. Ohne Geheimniskrämerei ermöglichten wir allen interessierten Betrieben die Besichtigung unserer Anlagen, Maschinen und Geräte. Das ging oft soweit, dass Erklärer erforderlich waren
Der Bewusstseinsstand des damaligen Vorstandes konnte mit dem heutigen nicht verglichen werden. Die Begeisterungsfähigkeit, sich für eine Sache einzusetzen, war dagegen größer
Bei uns in Staucha, Gleina, Dobernitz versuchte noch jeder für seine Arbeitsgruppe, für seine Brigade, Pflanzenanzucht – Haus, einen Schornstein für die Heizung usw. zu erhalten. Leider wurden dadurch die vorhandenen Mittel zersplittert. Als der Erkenntnisstand soweit gewachsen war, die Fehler zu erkennen, hatte es Zeit und kostbare Mittel gekostet
Der heutige Stand der möglichen Vergütung war bei weitem noch nicht erreicht. Um es einmal in einem Satz zu sagen: Es musste schwerer gearbeitet und für weniger Geld gute genossenschaftliche Arbeit geleistet werden
1960 konnten wir Grundmittel – Bestand von 1085 TM nachweisen. Das entspricht etwa einem Dreißigstel der Mittel, die uns in den letzten Jahren jährlich im Investitions Fonds aus Mitteln der Amortisation und Akkumulation zur Verfügung standen
Aber bereits 1969, nach 10 Jahren, hatte sich das Vermögen der GPG auf 2313 TM erhöht, also verzwanzigfacht.
1979 ist das Grundmittel Vermögen. Brutto auf 25100 TM und der Zeitwert auf 17000 TM angestiegen Interessant ist, wie sind die
Grundmittel strukturiert in unserer Genossenschaft:
für die Gemüseproduktion wurden: 19177 TM
für die Bauproduktion: .. 283 TM
für das Wohnungswesen: 1520 TM
und für das Sozialwesen: . 4109 TM
aufgewendet.
Bis zum Jahr 1969 tendierten die Grundfonds Quote von 169 im Jahr 1960 bis zu 100 im Jahr 1969. Das heißt, wir hatten während dieses Zeitraumes einen hohen Nutzungsgrad der Grundmittel Aber nur deshalb, weil zu wenig Grundmittel vorhanden waren. Die Grundfonds Quote gibt Auskunft darüber, mit wie viel Mark Grundmitteln man wie viel Mark Erlöse aus der Produktion erzielt. Inzwischen ist die Grundfonds Quote auf 79 im Jahr 1979 zurückgegangen, weil hoher Grundmittel Besatz es bisher nicht ermöglichte, dass meinethalben mit 100 Mark Grundmitteln 100 Mark Erlöse erzielt wurden. Ein Idealfall wäre es, solche Ergebnisse zu erzielen
Die Gemüseproduktion entwickelte sich von 1960 von 3395 t auf 2613 t im Jahr 1969 auf das 76 fache. Wogegen die Produktionsfläche sich auf das 48 fache vergrößerte. Im Jahr 1979 erzeugten wir auf 392 ha 17368 t Gemüse. Produktionsfläche erhöhte sich auf die 245 Fache und die Produktion aber auf das 439 fache bezogen auf die Werte von 1960
Beweis: Die gärtnerische Produktion auf großen Flächen bringt Vorteile für die Volkswirtschaft und damit für uns alle
Erzeugten 1960 205 ganzjährig tätige je 165t Gemüse, waren es 1969 nach 10-jähriger Praxis als soz. Gartenbaubetrieb von 78 ganzjährig Tätigen je 335 t
1979 produzierten 355 Vollbeschäftigte je 489 t Gemüseproduktion
Diese Werte beweisen, die Kontinuität der Entwicklung und die Richtigkeit des von uns eingeschlagenen Weges
Seit 1960 fanden fast in jedem Jahr Kleinflächen und Betriebe der ehemaligen LPG „Neuer Weg“ zur GPG 1972 bestand in der GPG eine gärtnerische Nutzfläche von 935 ha und 25 ha in der GPG „Jahnatal“ Hof
Die so genannte gesellschaftliche Weiterentwicklung in unserem Territorium führte im Jahr 1972 dazu, dass die Kooperative Gemüseproduktion entstand. Von der LPG „Neuer Weg“ Staucha und der LPG „WP“ Hof wurden die Gemüseflächen übergeben und diejenigen Kolleginnen und Kollegen zu uns delegiert, die in der Gemüseproduktion arbeiteten
Vorausgegangen waren Ideenkonferenzen mit den verantwortlichen Gärtnern aus den einzelnen Genossenschaften Untersucht wurden die Möglichkeiten der gemeinsamen Gemüseproduktion
1973 stand zunächst 261,55 ha gärtnerische Nutzfläche zur gemeinsamen Produktion zur Verfügung. Entsprechend einer von den Räten der Bezirke Dresden und Leipzig genehmigter Entwicklungskonzeption erhielten wir weiteren Flächenzugang bis zur augenblicklichen Flächengröße von 392 ha. Auf Grund der Mehrfachnutzung produzieren wir zur Zeit auf 564 ha Gemüse. Die Flächenübergabe war seit Gründung der GPG jeweils problematisch
Nicht selten gab es erhebliche Spannungen zwischen der LPG „NW“ Staucha und später der KAP (Kooperative Abteilung Pflanzenproduktion) und nun der LPG „Pflanzenproduktion“ Stauchitz. Nach langwierigen Verhandlungen sind wir übereingekommen, dass die LPG „P“ Stauchitz uns jährlich Rotationsflächen von etwa 120 ha bereitstellt, um die phytosanitären Probleme, also die Bodenerkrankungen, zu mindern. Ab 1979 wird der LPG P eine Entschädigung von der GPG gezahlt, um die Erschwernisse durch die Fruchtfolge Gestaltung und die Bewässerungsmaßnahmen abzugelten
In den 20 Jahren des Nebeneinander- Lebens der gärtnerischen – und der Pflanzenproduktion war die ständige Tendenz zu erkennen, dass man es gern gesehen hätte, wenn die Gärtner in die Pflanzenproduktion integriert worden wären. Wir sind jedoch nach wie vor der Meinung, dass die gärtnerische – und die Pflanzenproduktion in unserem Gebiet besser gedeihen, wenn sie getrennt produzieren und damit jeder auf seinem Gebiet für unsere Republik seinen gewichtigen Beitrag leistet
Obwohl die Standpunkte oft nicht identisch sind, lassen sich Anknüpfungspunkte für ein gedeihliches Nebeneinander auf dem Wege sinnvoller Kooperation finden
Blickt man auf 20 Jahre gärtnerische Produktion zurück, so ist es selbstverständlich, dass man auch die Probleme Erlöse, Kosten und Arbeitsproduktivität sich einmal am geistigen Auge vorüberziehen lässt
1960 erzielte die GPG Staucha einen Bruttoumsatz von 1833 TM
551 TM an Kosten wurden verbraucht. Das entsprach einem Kostensatz von 30 und einer Arbeitsproduktivität von 9 TM/ ganzjährig Tätigen
Die Ergebnisse der GPG „Jahnatal“ liegen mir aus diesem Zeitraum leider nicht vor Ich bitte deshalb mit den Ergebnissen der GPG Staucha vorlieb zu nehmen. Im Jahr 1961 stiegen die Erlöse auf 3607 TM. Die Kosten nur auf 1115 TM. Das entsprach einem Kostensatz von 32. Die Arbeitsproduktivität fiel jedoch auf 6 TM / VbE (Vollbeschäftigten) zurück, weil mit 585 VbE produziert wurde
Im Jahr 1967 überstieg die Arbeitsproduktivität erstmals die 20 TM / VbE – Grenze und erreichte 210 TM. Der Kostensatz betrug 62 und die Erlöse 1304 TM
1972 erreichte die GPG Erlöse in Höhe von 35471, Kosten von 23402 TM bei einem Kostensatz von 66
Die Arbeitsproduktivität war bereits auf 314 TM/VbE angestiegen
Der Verwertungspreis hatte sich von 54 M/dt Gemüse im Jahr 1960 auf 7251 M/dt im Jahr 1972 verändert und die Kosten / dt von 1624 M/dt auf 5360 M/dt
1979 wurde ein Bruttoprodukt von 13907 TM und Kosten von 9234 TM erreicht. Der Kostensatz betrug 62 und die Arbeitsproduktivität /VbE 42 TM
Seit 1970 bewegt sich der Kostensatz unserer Genossenschaft von 579 bis 666 Diese hohe Effektivität unserer Genossenschaft gestattete es, dass wir hohe Mittel aus der Akkumulation dem Investitions- Fonds bereitstellen konnten. Gleichzeitig leistet unsere Genossenschaft Abgaben zu dem höchsten Abgabesatz auf das Bruttoprodukt und soweit wir Einblick haben auch mit auf die Konsumtion Unsere Genossenschaft leistet damit den gemäßen Beitrag, der ihr im Rahmen der ökonomischen Regelungen zusteht zur Stärkung unserer Republik
Zur Stabilisierung der LPG Gemüse Ostrau – Pulsitz leistete unsere GPG über den gemeinsamen Fonds 1500 TM Hilfe. Zur Erwirtschaftung dieser Mittel musste eine Produktion von etwa 5 Mill Mark gebracht werden.
Die hohe Rentabilität unsere Genossenschaft lässt für flüchtige Betrachter den Schluss zu, dass für die Gemüseproduktion unvergleichlich bessere preisliche Relationen bestehen, als das für andere Zweige der Landwirtschaft der Fall ist. Der flüchtige Betrachter irrt. Dabei wird außer acht gelassen, dass für die Pflanzenproduktion die Industrie hervorragende technische Mittel bereitstellt Sie gewährleistet, dass die Handarbeit in diesem Zweig fast völlig entfallen kann
Für den Gartenbau bestehen noch bescheidene Anfänge in der Bereitstellung von Erntetechnik. Wir müssen uns noch immer nach jedem Blumenkohl und Salat bücken und ihn bei der Sortierung noch einmal in die Hand nehmen
Allein daran wird ersichtlich, dass hier eine gewaltige Lücke klafft
Die durch den Gesetzgeber gewollte höhere Effektivität in der Gemüseproduktion, zum Teil zeichnet sie sich in der Republik ab, vergleiche dazu die Auswertungen der soz. Arbeitsgemeinschaft Ökonomik der Republik, soll dafür aufgewandt werden, um durch Eigeninitiative Produktionsmittel herzustellen
Unsere Rationalisatoren haben das getan und wir werden auch künftig größere Anstrengungen auf diesem Gebiet unternehmen
Der Fleiß unserer Genossenschaftsgärtnerinnen und – gärtner und die dadurch erreichten Produktionsergebnisse führten dazu, dass beide GPG, die GPG „S“ Staucha und die GPG „J“ Hof in den 60-iger Jahren durch unseren Staat den Staatstitel „Staatlich anerkannter Spezialbetrieb für Gemüsebau“ erhielten
Darauf konnten sie schon damals stolz sein Dass diese Auszeichnung nur solche Betriebe erhielten, die gesicherte Produktionsergebnisse mit steigender Tendenz nachweisen konnten, beweist die Bedeutung dieser Auszeichnung
Dass wir dieser Verpflichtung gerecht werden konnten, habe ich in meinen bisherigen Ausführungen zu beweisen versucht
Nachdem 1973 die gemeinsame Arbeit in der KGP (Kooperative Gemüseproduktion) begann, vereinigten sich 1975 beide GPG zur GPG „SONNENSCHEIN“ STAUCHA Ich denke, diesen Schritt hatte niemand zu bereuen. Für die zu uns delegierte Genossenschaftsbäuerinnen und – Bauern konnten nur allmählich die Angleichung an das Vergütungsniveau bei der GPG vollzogen werden
Erst musste die Übereinstimmung der gesellschaftlichen Verpflichtungen mit den persönlichen Bedürfnissen erfolgen
Beim Beginn der gemeinsamen Arbeit hatte die Arbeitsproduktivität Unterschiede von 15, 20, 25 und 31 TDM/VbE
Schon im ersten Jahr der gemeinsamen Arbeit konnte die Arbeitsproduktivität auf 29 TDM angehoben werden Diese Tatsache war für die Leitung sehr ermutigend, bewies sie doch, dass die eingeleiteten Maßnahmen nicht ohne Erfolg geblieben waren
Was musste geschehen, um die Gesetzmäßigkeit der ständigen Steigerung der Produktion zu garantieren In der GPG Staucha entstand in Gleina / Dobernitz, an der Windmühle, von 1965 beginnend bis 1972 eine Vermarktungsstation, mit Kühlflächen. Sie gewährleistete, dass ein Teil der Ernteprozesse von den Produktionsflächen unter Dach gebracht werden konnte Neue Technologien mit Erntewagen und später mit Ernteband konnten eingeführt werden
Die Kühlflächen ermöglichten zunehmende Unabhängigkeit von den Höhen und Tiefen des Gemüseabsatzes und der Probleme der Gemüseernte am Wochenende
Schließlich ermöglichten sie die immer bessere Bewältigung der ganzjährigen Versorgung mit Gemüse durch verlustarme Lagerung. Durch die Errichtung der Vermarktungsstation in der Stauchaer Straße in Hof erhielten die Abteilungen II und III ebenfalls Lager- und Vermarktungsmöglichkeiten, die im räumlichen Umfang die der Vermarktungsstation in Gleina übertrafen
16 Kühlzellen stehen zur Verfügung In beiden GPG war ein Bewässerungssystem entwickelt worden, welches nach der Bildung der KGP – (Kooperative Gemüseproduktion) durch eine Verbindungsleitung die Vereinigung beider Systeme und damit die Bewässerung fast aller Gemüseflächen ermöglichte
Unsere Bewässerungsbauer suchten immer neue Möglichkeiten und fanden sie. Dieser Weg wird fortgesetzt
Die Bildung der Rationalisatoren Gruppe gestattete es, dass 1973 beginnend nach Wegen gesucht wurde, wie die bedeutend größere Arbeit der Bestellung, Pflege, Pflanzung und Ernte zu bewältigen sei
Der Staatspreis für unser Ernteband und die iga – Diplome für Erntewagen und 5 m Hackrahmen beweisen, dass es uns gelang
In zunehmendem Masse wird unser Ernteband von allen größeren Gemüseproduzenten der Republik nachgenutzt
In der zwischen 1973-74 entstandenen Vermarktungsstation II in Hof installierten unsere Rationalisatoren fast die gesamte Sortier- und Vermarktungstechnik Sie entwickelten Tomatenmaische – und Salzlösse Anlagen. Durch Nachnutzung wurden Maschinen und Geräte gefertigt, so dass sich das Bild ergibt, wie wir es zur Zeit in Hof vorfinden
Durch die Bildung und entsprechende Ausrüstung der Baugruppe wurden alle baulichen Anlagen der Genossenschaft errichtet, angefangen von den Vermarktungsstationen, über Garagen, Wohnbauten, Transformatoren Stationen, bis hin zu Betonstrassen, Lehrlingswohnheim und Sozialgebäude.
Zur Zeit wird daran gearbeitet, dass bald die 50 Dienstwohnung fertiggestellt wird
(Anmerkung: In der Endstufe 1989 waren über 180 genossenschaftseigene Wohnungen errichtet worden)
Für die drei Produktionsabteilungen konnten bessere Produktionsbedingungen geschaffen werden und ich sage es sehr deutlich noch einmal, es wurde und wird niemand benachteiligt. Es liegt an uns, was wir aus den dargebotenen Möglichkeiten machen
Damit die 60 Traktoren, Bagger, Raupe und Krane, die 18 Gabelstapler 12 Lkw und 4 multicare, die 180 Hänger und sonstige mobile Technik und Geräte des Gartenbaus ständig betrieben, gepflegt, elektrifiziert und instand gehalten werden können, sind leistungsfähige Werkstätten mit den entsprechenden Maschinen und Geräten entstanden und werden errichtet
Es war unser Bestreben, die Proportionalität der Entwicklung zu gewährleisten
Damit alle Mitglieder und die Leitung aktuell informiert werden können und damit der Reproduktionsprozess der Genossenschaft vollständig tag- und wochenfertig abgerechnet werden kann, wurde eine leistungsfähige Verwaltung geschaffen Ihr ist es mit Hilfe der elektronischen Datenverarbeitung möglich, rationell zu verwalten. Durch den Disponenten werden 2 Vermarktungsstationen und die 10 Lastzüge geleitet und eingesetzt, damit der Absatz geordnet verläuft und die Handelsbetriebe entsprechend unterstützt werden
Der qualifizierten Organisation der Produktion, einer hohen Acker- und gärtnerischen Pflanzenkultur sowie des immer besseren Pflanzenschutzes widmen wir große Bedeutung.
Durch sinnvolle kultivatorische Maßnahmen war es 20 Jahre lang möglich, die staatlichen Planaufgaben mengenmäßig zu erfüllen In der artenmäßigen Planerfüllung gab es und gibt es noch Probleme.
In den 20 Jahren und natürlich besonders nun nach 1972 haben sich in einem nicht immer leichten Prozess sozialistische Kollektive gebildet In diesen Kollektiven wirken Kolleginnen und Kollegen, die durch Fleiß, persönliches Engagement und bewusstes Handeln die Spitze bilden. Ein guter Kern hat sich herausgebildet
Aber, und das muss deutlich gesagt werden, es gibt auch eine ganze Reihe von Mitgliedern, die noch erhebliche Mühe haben, den Anschluss zu behalten oder überhaupt erst einmal zu finden
Mit einigen Außenseitern gibt es Schwierigkeiten
Nicht nur die Gemüseproduktion, sondern auch die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen konnten wir Dank der Unterstützung durch unseren Staat und die Bereitstellung von Baumaterial und allem, was eben dazu gehört, auch Erholungseinrichtungen schaffen
Sie ermöglichen es, dass alle Mitglieder, die einen Ferienplatz erhalten möchten, ihren Erholungsurlaub in einer genossenschaftseigenen Einrichtung mit ihren Angehörigen antreten können
Wir arbeiten daran, dass diese Möglichkeiten sich verbessern
Die guten Produktionsergebnisse ermöglichen es, dass unserem Kulturfonds so viel Mittel zufließen, dass jedes Mitglied die Möglichkeit erhalten konnte, über die Genossenschaftsgruppe DSF die SU zu besuchen
Durch unsere fleißigen Genossenschaftsmitglieder in den Versorgungseinrichtungen der Kuechen und Kantinen werden wir täglich mit einem kostenlosen Mittagessen angemessen versorgt
Seit einigen Jahren erhielten wir durch die staatliche Leitung das Vertrauen, bis zu 80 Lehrlinge zu qualifizierten Gärtnern – Gemüseproduktion auszubilden Diese verantwortungsvolle Aufgabe zu erfüllen, darum mühen sich 9 Lehrausbilder und Erzieher und Kolleginnen der Dienstleistungsbereiche sowie Lehrfacharbeiter aus den Produktionsabteilungen
Die Anerkennung als „Staatlich anerkannter Lehrbetrieb“ war die Voraussetzung dazu.
In der Abteilung I in Gleina wird durch ein kleines Kollektiv die Polytechnische Ausbildung durchgeführt Sie ist ebenso wie die Lehrausbildung eine verantwortungsvolle Aufgabe, da junge Menschen einmal das fortsetzen müssen, was die Gründer der GPG „Sonnenschein“ Staucha und GPG„Jahnatal“ Hof begannen.
Damit wir die anwesenden Gründer kennen lernen, bitte ich sie, sich von den Plätzen zu erheben
Gestatten sie, dass ich ihre Namen noch einmal nenne
Den bereits Verstorbenen gilt unser Dank ebenfalls
Die GPG „Sonnenschein“ Staucha gründeten:
Margarete Böhme,
Friedrich Böhme,
Ella Böttcher,
Max Böttcher,
Hilma Simke,
Arhtur Thomas,
Ursula Thomas,
Karl-Heinz Thomas,
Erna Tausch,
Paul Tausch,
Horst Thiemt,
Frau Hanisch
Die GPG „Jahnatal Hof “ gründeten:
Ingeborg Altmann,
Rolf Altmann,
Richard Berndt,
Christa Bluhm,
Felix Bluhm,
Maria Bluhm,
Christa Börner,
Gerhard Börner,
Johannes Hesse,
Heinz Pankow,
Marga Reimers,
Friedrich Reimers,
Gottfried Richter,
Karl Richter,
Margarete Schröder,
Paul Schröder
Der Dank gilt nun für die GPG geleistete Arbeit nicht nur den Gründern, sondern allen fleißigen Mitgliedern und Lehrlingen
Dank wollen wir auch sagen, allen Staatsorganen und Partnern, die mithalfen, dass in 20 Jahren ein Gartenbaubetrieb entstehen konnte, der bereit und in der Lage ist, die ihm gestellten Aufgaben in Ehren für unsere DDR zu erfüllen
Ich erlaube mir nun, den Gründern unserer Genossenschaften eine Urkunde und die Bezugsberechtigung für den Präsent – Korb zu übergeben.
Alle Mitglieder erhalten in den nächsten Tagen zum Mittagessen ein Präsent
Die Bestimmungen des Alkoholverbotes während der Arbeitszeit werden deshalb nicht aufgehoben
Was nach der Arbeit geschieht, entscheiden die Leiter mit der sich daraus ergebenden Verantwortung
Die Freude über die erfolgreich bestandenen 20 Jahre lässt uns zugleich nach vorn blicken Bitte geben Sie unserer, ihrer Genossenschaft, auch weiterhin durch Fleiß und Einsatzbereitschaft die notwendige Unterstützung, damit auch in den kommenden Jahren unsere Aufgaben erfüllt werden kennen
Ihr Beitrag in Ehren hilft mit, den Frieden in der Welt zu erhalten
Wir brauchen ihn dringend für unsere berufliche Arbeit
Ich danke ihnen für ihre Aufmerksamkeit und bitte Sie, gemeinsam das Glas auf das Wohl unserer Genossenschaft und auf weitere gute Zusammenarbeit zu erheben“

So stellte sich die Wirklichkeit am 1.4.1980 dar

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